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Frischzellenkur für ein Trojanisches Pferd

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Pünktlich um 9:30 Uhr schwebte am 21. Januar 2019 zunächst der Kopf des hölzernen Wahrzeichens von Ankershagen, des Trojanischen Pferdes vor dem Heinrich-Schliemann-Museum, durch die Luft und auf den bereitstehenden Sattelschlepper. Gefolgt vom mächtigen hölzernen Rumpf und dem Rest des Nachbaus der Sagengestalt aus dem „Trojanischen Krieg“.

Dieses war seit dem 6. Juli 1996 nicht nur zum Wahrzeichen Ankershagens und der, im dortigen Elternhauses Heinrich Schliemanns untergebrachten, Gedenkstätte für den großen Mecklenburger, sondern ein touristisches Highlight für die ganze Seenplatte und in jedem Fall ein Hingucker. 6 Meter hoch und 10 Meter lang zog das hölzerne Pferd, gefertigt nach gemeinsamen Entwürfen des Bildhauers Walther Preik und des ehemaligen Museumsleiters Dr. Wilfried Bölke, im Park vor dem Heinrich-Schliemann-Museum alle Blicke auf sich. Und so manchen Gast, der eigentlich nur auf der Durchreise war, ins Museum.

22 Jahre später ist das Trojanische Pferd der Mecklenburgischen Seenplatte in die Jahre gekommen und wird nun – im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Museums und der Dauerausstellung zum Leben und Wirken Heinrich Schliemanns – für insgesamt rund 93.000 Euro, 58.300 Euro davon stammen aus öffentlicher (ELER und LEADER) und privater (Jost Reinhold) Förderung, nach den alten Plänen neu gebaut.

Zusammen mit einem archäologischen Spielplatz wird das hölzerne Wahrzeichen pünktlich zur Neueröffnung des geschichts- und geschichtenträchtigen Hauses dann ab dem 1. Juni 2019 wieder große und kleine Besucher in den Bann ziehen von Troja und dem Mann, der sich schon als kleiner Junge vorgenommen hatte, es auszugraben, von Heinrich Schliemann.